Heute Abend hatte ich einen meiner Keratokonus-Kunden zur Linsen-Kontrolle gehabt (Keratokonus ist eine seltene krankheitsbedingte Unregelmässigkeit der Hornhaut. Sie lässt sich v.a. im fortgeschrittenen Stadium normalerweise auch nicht mehr mit Brillen für eine vernünftige Sehleistung korrigieren lässt).
Er trägt aus Komfortgründen eine weiche Konuslinse. Der Konus hat sich leider etwas erhöht von Stufe 2-3 auf Stufe 3. Die derzeitige Konuslinse bietet nur noch einen Visus von 0,16 statt zuvor 0,5 (16% zu 50%). Zunächst dachte ich an eine neue Korrektur – Fehlanzeige: Klassisch gemessen kam ich auf keine Besserung der Sehleistung durch andere Stärken. Ergo – nun wohl doch eine formstabile „harte“ Speziallinse.
Aber es überkam mich und ich habe einfach mal mit unserem neuen Messgerät, dem i.Profiler, eine Wellenfrontmessung darüberlaufen lassen. Etwas ungläubig sah ich einen Korrekturvorschlag für eine „Hornhautverkrümmung“ von cyl-8,00 dpt. Nachdem er bisher cyl-4,00dpt hatte und ich wie gesagt klassisch gemessen keine bessere Korrektur fand.
Also probierten wir es. Total überrascht erreichte ich nach einem kleinen Abgleich eine Sehleistung von 80% mit ihm. So gut sah er gemäss Kartei (max50%) die letzten 8 Jahre nicht. Ich bin wirklich überrascht, was für ein tolle Hilfe das neuen Messgerät ist, wie sehr wir die Qualität der Resultate unserer Arbeit steigern können.
i.Scription und Keratokonus
November 14, 2007 von niels rebien